U14-Rugby-Jungs werden Zweite beim Turnier in Potsdam

Toller Erfolg für die U14-Rugby-Jungs von Bremen 1860. Beim großen Jugendturnier in Potsdam belegten die Talente vom Baumschulenweg Platz zwei. Lediglich im Endspiel mussten sie sich knapp geschlagen geben, weil sie kurz vor Schluss etwas unaufmerksam waren.

„Aber wir haben uns insgesamt gegen sehr starke Gegner hervorragend verkauft und unglaublich toll gekämpft. Die Teilnahme in Potsdam war eine rundum gelungene Sache“, freute sich Coach Julio Shkembi, der zusammen mit Co-Trainer Scott Mattas, die U14 betreut. Das Wochenende in Potsdam, wo die 1860er auf dem Campus der Uni in Zelten übernachteten, war überhaupt erst möglich geworden, weil sich zahlreiche Spieler-Eltern engagiert hatten, so dass ausreichend Fahrzeuge zusammen kamen, um die komplette Mannschaft plus die komplette Ausrüstung zu transportieren. Positiver Nebeneffekt des Rugby-XXL-Familenausflugs: Die U14-Jungs hatten einen unglaublich großen und stimmgewaltigen Anhang, der sie in den Spielen immer wieder nach vorne pushte. Und zusätzliche Unterstützung konnte es eigentlich nicht genug geben. Denn außer mit den zumeist favorisierten Gegnern, mussten es die Bremer auch noch mit Temperaturen jenseits der 30 Grad-Marke aufnehmen.

„Das ging schon ziemlich an die Substanz. Das merkte man den Jungs mit jedem weiteren Spiel auch an. Da musste man schon den inneren Schweinehund überwinden“, berichtet Shkembi. Doch eben jene schwierigen Bedingungen erwiesen sich letztendlich als Vorteil für die konditionsstarken Hanseaten, die in jeder Partie von der ersten Minute an volles Tempo gingen. „Unsere konditionellen Vorteile und unsere konsequenten und harten Tacklings haben die Gegner zermürbt, obwohl uns die meisten körperlich eigentlich überlegen waren“, so Shkembi.

Auf dem Weg ins Finale hatten seine Jungs die Rugby-Top-Adressen Oberhaveln, Hohenneuendorf, Rottweil und den Berliner RC jeweils ziemlich souverän besiegt, dabei kaum gegnerische Punkte zugelassen. Und auch im Finale, der Wiederauflage des Duells gegen Vorrundengegner Oberhaveln, sahen die 1860er bei einer 2:0-Führung bis kurz vor Spielende wie die sicheren Sieger aus. Als sich dann aber ein Bremer eine schwerere Verletzung zuzog und im Krankenhaus behandelt werden musste, nutzten die Berliner Vorstädter diese Situation, um das Match gegen moralisch angeknackste Bremer noch mit 3:2 herumzureißen.

Der starke Auftritt in Potsdam ist einmal mehr Beleg dafür, dass die Jugendarbeit bei 1860 Früchte trägt. „Bei diesem Turnier war kein Mangel an guten Gegnern. Platz zwei ist deshalb sehr beachtlich“, lobt McLaughlin, Trainer der Zweitliga-Herren, der es sich nicht entgehen lässt, regelmäßig die Trainingseinheiten der Youngster anzuschauen.